09.08.2017

Fehlstarts zum Schuljahresbeginn vermeiden

Verband Reale Bildung fordert Personal und bessere Ausstattung

Der Verband Reale Bildung Rheinland-Pfalz (VRB) fordert die sofortige Verbeamtung der
ausgebildeten Vertretungslehrkräfte an Realschulen plus und Integrierten Gesamtschulen,
um einen erneuten personellen Fehlstart zu vermeiden. „Der Lehrerbedarf ist hoch und steigt
kontinuierlich in den nächsten Jahren auch infolge der zunehmenden Pensionierungen. Viele
Lehrerinnen und Lehrer sitzen auf gepackten Koffern und wissen nicht, wie es beruflich
weitergeht. Viele Eltern wissen nicht, ob die Unterrichtsversorgung an der Schule ihres
Kindes gesichert ist. Rheinland-Pfalz darf sich keinen bildungspolitischen Stillstand leisten“,
erklärt der Vorsitzende des Verbandes Reale Bildung (VRB) Timo Lichtenthäler.

„Baustellen gibt es nicht nur auf den Straßen. Die jedoch werden erkennbar bearbeitet. Im
Schulbereich hingegen bleiben zahlreiche Probleme ungelöst. Die Klassen sind allgemein zu groß,
die Arbeitsbedingungen widersprechen vielerorts den Erfordernissen, die digitale Ausstattung ist
unzureichend, die Voraussetzungen für Lehren und Lernen sind eingeschränkt“, so der Verband
Reale Bildung in seiner Stellungnahme zum Schulstart 2017/2018.

„Die Ansprüche an einen zeitgemäßen Unterricht und an schulische Beratung und Unterstützung
sind enorm gestiegen. Der Anteil der außerunterrichtlichen Arbeitszeit übertrifft mittlerweile die reine
Unterrichtszeit“, so Lichtenthäler (VRB). Konsequenzen daraus habe das Bildungsministerium
bislang noch nicht gezogen. „Wenn die Landesregierung an der personellen Ausstattung spart und
gleichzeitig den Schulen zusätzliche Aufgaben ohne entsprechende Entlastungen überträgt, dann
sind Verärgerungen und Qualitätseinbußen vorprogrammiert.“ Solche Fehlstarts seien aus Sicht des
Verbandes Reale Bildung (VRB) vermeidbar. Noch gebe es „Last-minute-Korrekturmöglichkeiten“
seitens des Bildungsministeriums.

 

Zum Hintergrund

Der Verband Reale Bildung ist die Interessenvertretung der Lehrkräfte an Realschulen, Realschulen plus
und integrierten Gesamtschulen. Er gehört dem Dachverband des Verbandes Deutscher Realschullehrer
(VDR) und dem Deutschen Lehrerverband (DL) an.

Reale Bildung ist attraktiv, denn sie öffnet zahlreiche Wege und Alternativen. Die schulische und berufliche Laufbahn ist daher nicht einseitig festgelegt, sondern abhängig von Begabung, Interessen, Leistung und Leistungsbereitschaft der Schülerinnen und Schüler. Das Schulsystem in Rheinland-Pfalz muss diese Durchlässigkeit gewährleisten und erhöhen. Die Erfahrungen zeigen, dass die Reale Bildung sowohl für die Realschule und Realschule plus als auch für die Integrierte Gesamtschule weiter ausgebaut werden muss. Hier setzt der VRB als Interessenverband seinen schul- und verbandspolitischen Schwerpunkt.

 

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