02.11.2017

VRB setzt auf gezielte Schullaufbahnberatung

Grundschulen besitzen Schlüsselfunktion

Die schulpolitischen Herausforderungen sind nicht geringer geworden. Im Gegenteil. Die Unzufriedenheit mit den schulischen Rahmenbedingungen wächst spürbar, demzufolge verstärken sich die Erwartungen und Forderungen an die Politik.

„Die Weiterentwicklung der Realschule plus ist die Grundbedingung für eine erfolgreiche  Schulpolitik insgesamt,“ erklärt der VRB-Landesvorsitzender Timo Lichtenthäler. Im Gespräch des Verbandes Reale Bildung (VRB) mit Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig unterstrich der Verbandschef die Bedeutung der Informationskampagne und forderte eine noch stärkere Beratungseinbindung der Grundschulen, um den Eltern die Attraktivität der Realschule plus aufzuzeigen. Ministerin Dr. Hubig sicherte eine Fortsetzung der in Mainz begonnenen Informationstage zu. Anvisiert seien Schulstandorte in den Regionen Südpfalz und Trier. Die Informationskampagne benötige Nachhaltigkeit. „Wir planen eine Reihe an Maßnahmen, um die Realschulen plus zu stärken. Dazu gehören unter anderem Informationsmaterialien für Lehrerinnen und Lehrer, eine noch stärkere Einbindung der Grundschulen ebenso wie ein umfassender Informationsfilm zu den Vorteilen der Realschulen plus“, kündigte die Ministerin vielversprechend an.

Der VRB unterstrich, dass die Grundschulen eine Schlüsselfunktion hinsichtlich der Schullaufbahnberatung besitzen. Vor diesem Hintergrund sei es wichtig, dass das Ministerium realschulspezifisches Informationsmaterial auch den Grundschulen zur Verfügung stelle. Hilfreich seien auch gemeinsame regionale Dienstbesprechungen von Schulleitungen aus dem Bereich der Grundschule sowie der Realschule plus. Der VRB erklärte, dass Lehramtsstudierende bereits in der ersten Phase ihrer Ausbildung einen umfassenden Einblick in das Profil der Realschule plus gewinnen müssten. Der immer noch vergleichsweise geringere Bekanntheitsgrad dieser Schulart fördere falsche Vorstellungen und schulische und berufliche Fehlentscheidungen. Ministerin Dr. Hubig sicherte zu, die diesbezüglichen VRB-Anregungen aufzunehmen.

Landesvorsitzender Timo Lichtenthäler resümierte, dass der schulpolitische Status quo zahlreiche Herausforderungen aufzeige. Der Verband Reale Bildung erwarte daher, dass das Ministerium die Situation der Lehrkräfte im Blick behält, Belastungen abbaut und Entlastungen schafft, damit die Qualität schulischer Arbeit auch perspektivisch gewährleistet sei.

 

Zum Hintergrund

Der Verband Reale Bildung ist die Interessenvertretung der Lehrkräfte an Realschulen, Realschulen plus und integrierten Gesamtschulen. Er gehört dem Dachverband des Verbandes Deutscher Realschullehrer (VDR) und dem Deutschen Lehrerverband (DL) an. 

Reale Bildung ist attraktiv, denn sie öffnet zahlreiche Wege und Alternativen. Die schulische und berufliche Laufbahn ist daher nicht einseitig festgelegt, sondern abhängig von Begabung, Interessen, Leistung und Leistungsbereitschaft der Schülerinnen und Schüler. Das Schulsystem in Rheinland-Pfalz muss diese Durchlässigkeit gewährleisten und erhöhen. Die Erfahrungen zeigen, dass die Reale Bildung sowohl für die Realschule und Realschule plus als auch für die Integrierte Gesamtschule weiter ausgebaut werden muss. Hier setzt der VRB als Interessenverband seinen schul- und verbandspolitischen Schwerpunkt. 

 

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