Ingelheimer Fachkongress 2015

 

 

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Der Landesvorsitzende Bernd Karst begrüßte im Namen des Landesvorstandes über 100 Teilnehmer zum Ingelheimer Kongress 2015.
Er zeigte sich erfreut darüber, dass das Kongressthema eine große Resonanz gefunden habe.

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In seiner Rede „Lehrer sind gefordert – andere auch!“ führte Bernd Karst in die Thematik des Ingelheimer
Kongresses ein.

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Folgende Themenschwerpunkte handelte Bernd Karst in seiner
Grundsatzrede ab
:

1. Reale Bildung schließt Erziehung ein
2. „Wer Kinder unterfordert, handelt sozial ungerecht“
3. „Deutschland auf dem Weg zur Republik der Akademiker“
4. „Abitur plus“
5. Schulstrukturveränderung – Fragen ohne Ende
6. Die Heterogenität nimmt zu
7. Lehrer stoßen an ihre Grenzen
8. Die veränderte Lehrerrolle  

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Bernd Karst schloss seine Ausführungen mit den Worten: „Wir alle brauchen für die Realschule plus und die Integrierte Gesamtschule eine starke Vertretung. Wir wollen diese Schularten weiterentwickeln, damit das Lehren und Lernen effizient ist und Freude macht. Wenn dieser Fachkongress unseres Verbandes dazu einige Impulse geben kann, dann hat er sein gesetztes Ziel erreicht“.
 

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Der stellvertretende Landesvorsitzende Wilfried Rausch gab einen kurzen Überblick über Themen und Ziele der sechs Arbeitskreise und stellte die Moderatoren und Referenten der Arbeitskreise namentlich vor.

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Der Arbeitskreis 1 mit dem Thema „Erziehung zur Leistungsbereitschaft und Selbstverantwortung“ ... 

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... analysierte mit den Teilnehmern die Situation an den einzelnen Schulstandorten und erstellte eine umfangreiche Dokumentation.

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Der Arbeitskreis 2 mit dem aktuellen Thema „Migration: Anschluss finden“ stellte die besonderen Herausforderungen bei der Beschulung der Migrantenkinder dar.

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Die wichtige Botschaft des Arbeitskreises lautete: Die Schulen müssen Migration als Ganzes sehen. Je mehr das „Ankommen“ gelingt, umso erfolgreicher kann die Sprachförderung verlaufen.

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Der Arbeitskreis 3 widmete sich dem Thema „Lehrer-Schüler-Eltern Gespräch: Kooperation statt Konfrontation“.

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Er bot ein Forum regen Austauschs u.a. zur Kommunikationskultur an den Schulen.

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Der Arbeitskreis 4 thematisierte „Grenzüberschreitende Situationen“. Er stellte Beispiele für grenzüberschreitende Situationen zusammen und vermittelte Tipps zum Umgang in diesen Situationen.

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Bernd Weirauch, Jurist des MBWWK, zeigte auf, welche Kriterien bei der Anwendung von Ordnungsmaßnahmen berücksichtigt werden müssen.

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Der Arbeitskreis 5 suchte nach grundlegenden Strategien im „Umgang mit sozial-emotional auffälligen Kindern“. Wertschätzende Kommunikation ist, so die übereinstimmende Ansicht der Teilnehmer, ein wesentliches Instrument der Beziehungsgestaltung.

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Diese beinhaltet nicht nur das verbale, sondern auch die persönliche Haltung eines Menschen.

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Der Arbeitskreis 6 beschäftigte sich mit „Schulsozialarbeit: Konflikthilfe und Brückenfunktionen“.

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Durch das Zusammentragen der verschiedenen Bausteine entstand am Ende die beeindruckende Gesamtschau einer unaufgeregten Grundlagenarbeit der Schulsozialarbeit.

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Der stellvertretende Landesvorsitzende Erwin Schneider begrüßte zur Nachmittagsveranstaltung die zahlreich erschienenen Gäste aus Politik, Schulverwaltung,Wirtschaft, Elternvertretungen und befreundeten
Lehrerverbänden. Er mahnte an: „Wir Lehrerinnen und Lehrer wissen, dass wir uns auf die neuen Herausforderungen einstellen müssen. Wir sagen aber auch deutlich, dass die Schule nicht alles „reparieren“ kann. Andere sind auch gefordert, mehr als bisher gedacht!“

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Wolfgang Häring gab seine Eindrücke von den Arbeitskreisen am Vormittag wieder. Es sei deutlich geworden, dass das Anforderungsspektrum, dem sich Lehrkräfte heute stellen müssen, breiter geworden sei. Die in den Arbeitskreisen formulierten Forderungen seien ein klares Signal an die Bildungspolitiker zu handeln.

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Grundsatzreferat von Dr. Michael Winterhoff: „Emotionale und soziale Entwicklung unserer Kinder: Lehrer sind gefordert – andere auch!“ In seinem Vortrag stellte Dr. Michael Winterhoff seine Erkenntnisse aus der praktischen Arbeit als Kinderarzt und als Kinderpsychiater dar, die er auch in bislang fünf Büchern veröffentlicht hat. Er analysierte, dass immer weniger Kinder hinreichend in der Psyche entwickelt und daher nicht reif für den Besuch von Kindergärten und Schulen seien. "Viele Schulabgänger seien heute nicht ausbildungsreif! Die Tendenz ist steigend!“

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Seine zentrale Forderung lautete: „Die Bildung der emotionalen und sozialen Psyche der Kinder muss im Vordergrund stehen und als neue und vordringliche Aufgabe für Schule und Kindergarten verstanden werden.“

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Podiumsdiskussion: „Erziehungsverantwortung – Schule in der Zwickmühle“Die Podiumsdiskussion beleuchtete aus unterschiedlichen Perspektiven Möglichkeiten und Grenzen schulischer Erziehung. Teilnehmer der Podiumsdiskussion waren Bernd Karst als Moderator, Dr. Thorsten Ralle, Landeselternsprecher des LandesElternBeirats (LEB) Rheinland-Pfalz, Dr. Michael Winterhoff, Kinderarzt und Kinderpsychiater, sowie Timo Lichtenthäler, Mitglied des Landesvorstands des Verbandes Reale Bildung (VRB).

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In seinem Schlusswort spiegelte der stellvertretende Landesvorsitzende Wolfgang Wünschel die Chronologie des Tages. Er bedankte sich bei allen Teilnehmern für die rege Mitarbeit: „Ich bin zuversichtlich, dass Sie manche Denkanstöße mitnehmen konnten“.

Anmerkung:

Eine ausführliche Dokumentation erfolgt in der nächsten Ausgabe der Zeitschrift „Reale Bildung in Rheinland-Pfalz“.

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