13.09.2018

Neue Fachrichtungen der Fachoberschulen an den Realschulen plus erweitern die Chancenvielfalt

Der Verband Reale Bildung begrüßt die Einführung der neuen Fachrichtung Gestaltung an drei Realschulen plus mit Fachoberschulen. „Damit entspricht das Bildungsministerium einer längeren Forderung unseres Verbandes“, erklärt Landesvorsitzender Timo Lichtenthäler. Die Rheingrafen Realschule plus in Wörrstadt, die Ernst-Barlach-Realschule plus in Höhr-Grenzhausen sowie die Realschule plus Mendig bieten in ihren Fachoberschulen günstige Ausgangsbedingungen für dieses Zusatzangebot auch vor dem Hintergrund des regionalen Fachkräftebedarfs. Die Ausweitung der Fachrichtungen bedeutet eine Weiterentwicklung des an Realschulen plus bewährten Fachoberschulangebotes. Schülerinnen und Schüler aus den Realschulen plus, den Integrierten Gesamtschulen und den Gymnasien erwerben mit ihrem qualifizierten Sekundarabschlusses vielfältige Chancen zur beruflichen Weiterentwicklung bis hin zum Studium an einer Fachhochschule oder Technischen Hochschule. VRB-Chef Lichtenthäler fordert für seinen Verband daher eine konsequente und kontinuierliche Ausweitung des FOS-Fachrichtungsangebotes an weiteren Realschulen plus.

Die Angebotserweiterung um die bisher zugelassenen Fachrichtungen an drei Realschulen plus mit Fachoberschule in Wörrstadt, Höhr-Grenzhausen und Mendig eröffnet Schülerinnen und Schülern nicht nur an diesen Schulstandorten, sondern auch an den Schulen im jeweiligen regionalen Einzugsbereich neue Perspektiven. In Rheinland-Pfalz gibt es aktuell 32 Realschulen plus mit Fachoberschulen. Die Attraktivität und Optionserweiterung der Fachoberschulen an den Realschulen plus werden zusätzliche Anträge durch die Schulträger hervorrufen, so die Prognose des VRB. Auch die Wirtschaft sei auf eine Stärkung der Realschulen plus angewiesen, die immer mehr an Zuspruch gewinnt. Auch die Zunahme der Schülerzahlen belege diesen positiven Trend, so Lichtenthäler. Die Realschule plus als jüngste Schulart in Rheinland-Pfalz sei um 600 Schülerinnen und Schülerinnen im Vergleich zum Vorjahr gewachsen. Das Konzept der Realschule plus entspreche den vielfältigen Erwartungen der Eltern und Betriebe an eine zukunftsorientierte Schulart, so der Verbandschef.

Gleichzeitig bemängelt der Verband Reale Bildung, dass die bei anderen Oberstufenangeboten üblichen besonderen Arbeitszeit- und Besoldungsbedingungen für Lehrkräfte und Schulleitungen an den Realschulen plus mit FOS immer noch nicht umgesetzt worden sind. Hier bestehe für das Ministerium ein dringender Handlungsbedarf.

 

Zum Hintergrund

Reale Bildung ist attraktiv, denn sie öffnet zahlreiche Wege und Alternativen. Die schulische und berufliche Laufbahn ist daher nicht einseitig festgelegt, sondern abhängig von Begabung, Interessen, Leistung und Leistungsbereitschaft der Schülerinnen und Schüler. Das Schulsystem in Rheinland-Pfalz muss diese Durchlässigkeit gewährleisten und erhöhen.
Die Erfahrungen mit der neuen Schulstruktur zeigen, dass die Reale Bildung sowohl für die Realschule, für die Realschule plus als auch für die Integrierte Gesamtschule weiter ausgebaut werden muss. Hier setzt der VRB als Interessenverband seinen schul- und verbandspolitischen Schwerpunkt.

 

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