30.01.2019

VRB: Die Realschule plus ist eine attraktive Alternative zum Gymnasium

Der Verband Reale Bildung (VRB) fordert eine Versachlichung der schulpolitischen Diskussion um die Realschule plus. Die Realschule plus ist unverzichtbar und eine attraktive Alternative zum Gymnasium mit einer Vielzahl an Perspektiven für Beruf und Studium. Eltern, die ihre Kinder an der Realschule plus anmelden, haben die zahlreichen individuellen Aufstiegsmöglichkeiten im Blick, die diese Schulart bietet. Der VRB-Landesvorsitzende Timo Lichtenthäler hält eine Schulstrukturdiskussion für wenig hilfreich. Ziel des Verbandes ist die Weiterentwicklung der Realschule plus und eine Verbesserung der Rahmenbedingungen.


Forderung des Verbandes Reale Bildung zur Weiterentwicklung der Realschule plus
1. Senkung der Klassenmesszahlen an den Realschulen plus, beginnend in den Klassenstufen 7 bis 10 auf 25 Schülerinnen und Schüler
2. Schaffung zusätzlicher Lehrerstellen zur Sicherung der Unterrichtsversorgung (100 + 5 Prozent)
3. Reduzierung der Unterrichtsverpflichtung für Lehrkräfte auf 24 Wochenstunden
4. Schaffung von Zeitfenstern für die außerunterrichtlichen Verpflichtungen von Schulleitungen und Koordinatoren
5. Anrechnung außerunterrichtlicher Tätigkeiten vor dem Hintergrund der zunehmenden Kooperationen mit Institutionen und der erheblich gestiegenen Beratungsnotwendigkeiten
6. Ausweitung der Unterstützungsmaßnahmen durch Einstellung zusätzlicher Schulsozialarbeiter und Schulpsychologen
7. Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Lehreraus-, -fort- und -weiterbildung
8. Unterstützungsmaßnahmen zur angemessenen Bewältigung der mit der Heterogenität verbundenen Aufgaben
9. Verbesserung der personellen Rahmenbedingungen an den Realschulen plus mit Fachoberschule
10. Investitionen zur Verbesserung der Sachausstattung der Schulen (u.a. Unterstützung der Schulträger durch zusätzliche Landesmittel) sowie Investitionen in die digitale Infrastruktur

 

Zum Hintergrund

Reale Bildung ist attraktiv, denn sie öffnet zahlreiche Wege und Alternativen. Die schulische und berufliche Laufbahn ist daher nicht einseitig festgelegt, sondern abhängig von Begabung, Interessen, Leistung und Leistungsbereitschaft der Schülerinnen und Schüler. Das Schulsystem in Rheinland-Pfalz muss diese Durchlässigkeit gewährleisten und erhöhen.

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