03.06.2020

Auf Fernunterricht vorbereitet sein! VRB fordert Maßnahmenbündel.

Die Corona-Krise hat Schwächen in der digitalen Schulwelt offengelegt.

Die digitalen Herausforderungen an den Schulen waren schon vorher bekannt. Es gab Initiativen und entsprechende Förderprogramme mit beträchtlichen Finanzierungsangeboten, eine Verbesserung herbeizuführen. Es fehlte jedoch vielerorts die Bereitschaft, die notwendigen Umsetzungen vorrangig anzugehen und zügig durchzuführen. Streit in Fragen der Zuständigkeiten und die Verlagerung von Kompetenzen haben unnötig viel Zeit gekostet.

Der Verband Reale Bildung fordert die Landesregierung auf, die notwendigen Entwicklungen zu forcieren und zu finanzieren, damit Schulen ihren Bildungsauftrag auch digital gestützt erfüllen können. „Der Fernunterricht wird weiterhin eine große Herausforderung der Schulen sein. Wir müssen davon ausgehen, dass der Fernunterricht im nächsten Schuljahr keine vorübergehende Unterrichtsform sein wird, sondern vielmehr an Umfang zunehmen wird“, so VRB-Landesvorsitzender Timo Lichtenthäler.

Ein erfolgreicher Fernunterricht erfordert ein Maßnahmenbündel.

Wichtige Voraussetzung für die Entwicklung digitaler Lehrangebote sind Glasfaseranschlüsse. Mit dem Statusbericht Rheinland-Pfalz vom Mai 2020 will die Landesregierung Fortschritte dokumentieren. Die Zahlen lassen aber auch andere Deutungen zu. 11 Prozent der Haushalte in Rheinland-Pfalz können beim Internetanschluss immer noch nicht mit einer Mindestversorgung von 50 Mbit/s rechnen, die von der Landesregierung als Zielvorgabe gesetzt wurde. Nur jeder dritte Haushalt in RLP verfügt bereits heute über einen Zugang zu Gigabitbrandbreiten. „Unsere Lehrkräfte sehen sich teilweise von den unzureichenden Bedingungen, die die Internetnutzung am Arbeitsplatz Schule und im Home-Office erschweren, ausgebremst“, so der VRB-Landesvorsitzende.

Dringend erforderlich ist eine professionelle IT- und Medienunterstützung der Schulen. „Wir benötigen eine zeitnahe Modernisierung der digitalen Infrastruktur, wozu auch der angekündigte Schulcampus als integrierte Arbeits- und Lernplattform gehört, die datenschutzkonform genutzt werden können, und eine langfristige Strategie zur Förderung digitaler Kompetenzen von Lehrkräften“, verweist Timo Lichtenthäler auf eine seit Jahren beständig vorgetragene VRB-Forderung.

Erfahrungen der letzten Monate haben deutlich gemacht, dass ein gelingender Fernunterricht weitere Voraussetzungen bieten muss, die die Landesregierung rechtzeitig zum Beginn des neuen Schuljahres schaffen muss. Dazu gehören: Leihgeräte für die Schülerinnen und Schüler wie auch dienstliche Endgeräte für alle Lehrkräfte.

 

 

Zum Hintergrund
Reale Bildung ist attraktiv, denn sie öffnet zahlreiche Wege und Alternativen. Die schulische und berufliche Laufbahn ist daher nicht einseitig festgelegt, sondern abhängig von Begabung, Interessen, Leistung und Leistungsbereitschaft der Schülerinnen und Schüler. Das Schulsystem in Rheinland-Pfalz muss diese Durchlässigkeit gewährleisten und erhöhen.
Die Erfahrungen mit der neuen Schulstruktur zeigen, dass die Reale Bildung sowohl für die Realschule, für die Realschule plus als auch für die Integrierte Gesamtschule weiter ausgebaut werden muss. Hier setzt der VRB als Interessenverband seinen schul- und verbandspolitischen Schwerpunkt.

 

Kommunikation Presse und Medien: Bernd Karst, Grolsheimer Weg 5, 55411 Bingen, Tel.: 06721/994999, mobil: 0177-5541102, bernd.karst(at)vrb-rlp.de , Internet: www.vrb-rlp.de

 

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