05.10.2020

Verband Reale Bildung: Vorbereitung auf denkbare Szenarien beschleunigen!

Die Rahmenbedingungen an den Schulen sind nicht ausreichend, um mit sofortigen Maßnahmen auf Einschränkungen des Präsenzunterrichts reagieren zu können. Es wurde an ausgewählten Standorten damit begonnen, Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern Tablets zur Verfügung zu stellen. Doch technische Geräte allein können Notsituationen nicht überbrücken und einen qualifizierten Unterricht gewährleisten, so der VRB. Wenn Klassen- oder Schülerjahrgänge halbiert werden und die eine Schülergruppe zuhause lernt, während die andere in der Schule unterrichtet wird (Hybrid-Modell), müssen mehr Lehrkräfte und eine bessere technische Ausstattung zur Verfügung stehen. Studien belegen, dass Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern unzureichend mit der Umstellung auf einen Online-Unterricht zurechtkommt. Sollte die Pandemie-Situation durchgehend Fernunterricht über längere Zeit hinweg erforderlich machen, dann kommt es hierzulande zu einem Bildungsnotstand. „Unsere Schulen benötigen einen Mindeststandard an technischer Grundausstattung, wie Breitbandanschluss und gut funktionierendes WLAN“, erklärt VRB-Landesvorsitzender Timo Lichtenthäler.  „Der Investitionsdruck ist enorm. Aber es passiert erkennbar wenig“, so der VRB-Chef. 

 

Landesvorsitzender Timo Lichtenthäler fordert, dass Schulen, Lehrkräfte und Schüler auf alle denkbaren Szenarien rechtzeitig vorbereitet werden. Der Online-Unterricht, das hätten erste Erfahrungen gezeigt, läuft für alle Beteiligten nicht zufriedenstellend. Lehrkräfte und Schulleitungen unternähmen größte Anstrengungen. Sie könnten sich allerdings kaum noch auf ihr eigentliches Kerngeschäft konzentrieren. Verwaltungs- und Schulmanagementaufgaben nähmen überhand, es mangele an entsprechendem Unterstützungspersonal an den Schulen, z.B. an der Bereitstellung technischer Assistenten für die Wartung der digitalen Ausstattung und zusätzlicher Stundenkontingente für das Schulsekretariat. Darüber hinaus fehlten immer noch geeignete und verbindliche Lösungen für den Einsatz von Lernplattformen, die eine Kommunikation innerhalb des Lehrerkollegiums und zu den Schülern und Eltern regeln. 

 

Bedenklich, so Lichtenthäler, seien die vielerorts anzutreffenden baulichen Defizite. Räume, die nicht ausreichend belüftet werden können, weil sich die Fenster nicht öffnen lassen, dürfen im Schulbetrieb nicht genutzt werden. Unabhängig davon sollten erforderlichenfalls mobile Lüftungssysteme eingesetzt werden, so der VRB.

 

 

 

Zum Hintergrund

Reale Bildung ist attraktiv, denn sie öffnet zahlreiche Wege und Alternativen. Die schulische und berufliche Laufbahn ist daher nicht einseitig festgelegt, sondern abhängig von Begabung, Interessen, Leistung und Leistungsbereitschaft der Schülerinnen und Schüler. Das Schulsystem in Rheinland-Pfalz muss diese Durchlässigkeit gewährleisten und erhöhen.

Die Erfahrungen mit der neuen Schulstruktur zeigen, dass die Reale Bildung sowohl für die Realschule, für die Realschule plus als auch für die Integrierte Gesamtschule weiter ausgebaut werden muss. Hier setzt der VRB als Interessenverband seinen schul- und verbandspolitischen Schwerpunkt. 


Kommunikation Presse und Medien: Bernd Karst, Grolsheimer Weg 5, 55411 Bingen, Tel.: 06721/994999, mobil: 0177-5541102, bernd.karst(at)vrb-rlp.de , Internet: www.vrb-rlp.de

 

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