05.06.2024

Gemeinsame Pressemitteilung des Landeselternbeirates und der Lehrerverbände zur geplanten Inklusionsverordnung und Förderschulverordnung

Alle waren sich einig: Die Veränderungen sind sehr kritisch zu sehen! Alle Beteiligten fordern: Mehr Bildungsgerechtigkeit und Lernerfolge statt unterfinanzierter Inklusion!

Der rheinland-pfälzische Landeselternbeirat sowie Vertreterinnen und Vertreter aller Lehrerverbände aller Schularten trafen sich am 21.03.2024 in Mainz, um sich u. a. über die geplanten Veränderungen zu Inklusion

und Förderschulen auszutauschen. Sie alle hatten die neuen Verordnungen unabhängig voneinander in ihren Stellungnahmen kritisiert und abgelehnt. Selbstverständlich ist Inklusion ein Menschenrecht und

erstrebenswert: Niemand soll aus der Gemeinschaft ausgeschlossen werden. Aber so, wie es geplant ist, wird es nicht funktionieren!

 

Die Grundidee des rheinland-pfälzischen Bildungsministeriums scheint zu sein, möglichst viele Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf in Regelschulen zu überführen. Dies ist jedoch ohne zusätzliches Personal und ohne zusätzliche oder neue Ausbildungsinhalte für die augenblicklichen und zukünftigen Lehrerinnen und Lehrer geplant. Inklusion scheint allein eine „Frage der Haltung“ zu werden: stehen nicht genügend Personal, Material oder Räume zur Verfügung, muss die Schulgemeinschaft eben sehen, wo sie bleibt. Auch soll es in der 1. und der 5. Klassenstufe nicht möglich sein, Fördergutachten für Kinder mit besonderen

Herausforderungen zu erstellen – die dort regulär eingesetzten Lehrkräfte sollen versuchen, auftretende Probleme allein durch Binnendifferenzierung aufzufangen.

 

Den anwesenden Eltern und Lehrkräfte war klar: Die von der Landesregierung anvisierte Art der Umsetzung von Inklusion ist ein Sparmodell und zum Scheitern verurteilt. Schon jetzt sind die aktuellen Probleme an

vielen Schulen des Landes so enorm, dass eine weitere Umsetzung der Inklusion ohne zusätzliche Ressourcen nicht zu verantworten ist. Schon jetzt steht durch unterfinanzierte Inklusion vielerorts die

Bildungsgerechtigkeit auf der Kippe. Den Schulen fällt es schon jetzt sehr schwer, wirklich jedem Kind, Jugendlichem und jungen Erwachsenen gerecht zu werden. Es zermürbt und frustet Lehrende, Lernende und

Eltern gleichermaßen. Echte Inklusion, also die Vorbereitung auf ein gemeinsames Leben im Alltag, lässt sich ohne zusätzliche Unterstützung und mehr finanzielle Mittel in noch herausfordernderen Lerngruppen nicht mehr bewältigen!

 

Investieren wir in unsere Kinder! Sie alle sind unsere Zukunft.

 

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