Senioren-Infos

Unterstützung für Pflegebedürftige während der Corona-Pandemie

Aufgrund der Corona-Pandemie hat der Gesetzgeber befristet Verbesserungen für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen zur familiären Entlastung und Unterstützung gewährt. Wesentliche Änderungen sind:

  1. Bei einer plötzlich eintretenden Pflegesituation wird die Freistellung für die Angehörigen von 10 auf 20 Tage erhöht. Diese 20 Tage sind auch teilbar, etwa zwischen Geschwistern. Für das Pflegeunterstützungsgeld - auf Antrag 90% des ausgefallenen Nettoarbeitsentgelts von der Pflegekasse – gilt also die maximale Dauer von 20 Tagen. Die Regel war zunächst befristet bis zum 30.09.2021, ist aber jetzt verlängert worden bis zum 31.12.2021.

  2. Der Entlastungsbetrag im Pflegegrad I von 125 € kann zwar angespart werden, verfällt jedoch bis zum 30.6. des Folgejahres. Hier ist die Ansparphase um drei Monate verlängert worden bis zum 30.09.2021. Das Geld kann auch für haushaltsnahe Dienstleistungen und Nachbarschaftshilfeeingesetzt werden, sofern Corona bedingt ein Erfordernis dargelegt wird, etwa Hilfe beim Einkaufen.

  3. Der Betrag für die Kurzzeitpflege/Verhinderungspflege, der normalerweise bei 1612 € liegt, wird befristet um 50% angehoben auf 2.418 €. Dies aber nur unter der Voraussetzung, dass die Kurzzeitpflege in einer Einrichtung zur medizinischen Vorsorge oder Rehabilitation in Anspruch genommen wird.

  4. Es gibt diverse Erleichterungen bei der Inanspruchnahme von Familien- und Pflegezeit: Die Mindest-Wochenarbeitszeit (15 Wstd.) kann für einen Monat unterschritten werden, bereits „angebrochene“ Familien-Pflegezeit kann nach Unterbrechung fortgesetzt werden und die Vorankündigungsfristen beim Arbeitgeber werden auf 10 Tage verkürzt. Die Zahlung für Hilfsmittel – bisher monatlich 40 € - ist bis zum 31.12.2021 auf 60 € pro Monat angehoben worden

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Grippeimpfung für Senioren

Personen ab 60 Jahren empfiehlt die STIKO eine Influenza-Impfung empfohlen und mahnt an, dass die Impfquoten seit Jahren zu niedrig seien.

Die STIKO empfiehlt Personen ab 60 Jahren einen Influenza-Hochdosis-Impfstoff u. a. mit folgender Begründung:
Mit zunehmendem Alter nimmt die Leistungsfähigkeit des Immunsystems ab, sodass Infektionen häufiger schwer verlaufen. Ältere Menschen haben außerdem ein erhöhtes Risiko aufgrund einer Komplikation im Krankenhaus behandelt werden zu müssen. Die meisten Todesfälle durch Influenza betreffen diese Altersgruppe. Die reduzierte Immunantwort älterer Menschen führt dazu, dass die Impfung weniger wirksam sein kann als bei jüngeren Erwachsenen.

Quelle: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Impfen/Influenza/Hochdosis-Impfstoffe/FAQ_Uebersicht.html

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Regelungen zur Anschaffung von Hörgeräten

Urteil zum Anspruch auf teurere Hörgeräte bestätigt

Das Landessozialgericht Berlin-Brandenburg hat den Versorgungsanspruch eines schwerhörigen Klägers mit Hörgeräten außerhalb der Festbetragsgruppe bestätigt. Denn beim Ausgleich einer Schwerhörigkeit sei der Versorgungsanspruch nicht auf das möglichst störungsfreie Verstehen von Sprache beschränkt, so das Gericht. Zum Hören gehören auch das räumliche Erkennen von Geräuschen und ein möglichst unverzerrtes Klangbild. Biete das getestete Hörgerät relevante Gebrauchsvorteile gegenüber anderen getesteten Geräten, indem es ein besseres Hörverstehen in unterschiedlichen Hörsituationen ermögliche, so habe der Versicherte Anspruch auf Versorgung mit einem Hörgerät außerhalb der Festbetragsgruppe.

Welche Faktoren noch eine Rolle gespielt haben, kann aus dem Urteil mit dem Aktenzeichen L 1 KR 325/19 ersehen werden:

https://www.rehadat-recht.de/suche/index.html?reloaded&q=L+1+KR+325%2F19&sort=score+desc&page=1&mode=detail

Eine Sammlung mit weiteren Urteilen zum Thema Hörgeräte, die auch sehr aussagekräftige Rechtsprechungen beinhaltet, finden sich unter folgendem Link:

https://www.rehadat-recht.de/rechtsprechung/aktuelles/?recFilterQuery=h%C3%B6rger%C3%A4t

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