22.01.2017

„Woche der Realschule plus“ in der Landeshauptstadt

Verband Reale Bildung fordert landesweite Ausweitung der Informationskampagne

Die Realschule plus ist ein unverzichtbares Element im schulpolitischen Gesamtsystem. Sie kann sich in der Vielfalt ihrer Ausprägungen – sei es in kooperativer oder integrativer Form -  auf das spezifische Profil der realen Bildung stützen. Andere Bundesländer kopieren die Realschule plus unter anderen Bezeichnungen, weil sie eine attraktive Alternative zum Gymnasium darstellt.

Mit der „Woche der Realschule plus“ an vier Mainzer Schulen setzt die Landesregierung richtungsweisende Akzente, indem sie den Stellenwert dieser Schulart nachdrücklich publik macht. Eine Imageaufpolierung benötigt die Realschule plus nicht, eine Informationskampagne hingegen schon. Schließlich ist diese Schulart erst vor wenigen Jahren neu entstanden und daher immer noch zu wenig im Bewusstsein der Öffentlichkeit verankert. Die Realschule plus bietet eine Vielfalt an Bildungs- und Aufstiegschancen. Sie hält damit alle Wege in Richtung duale Ausbildung, Abitur und Studium lange offen.

Dass der Umstrukturierungsprozess zur Realschule plus auf einen erfolgreichen Weg gebracht wurde, ist in erster Linie den Lehrkräften zu verdanken. Diese erwarten ihrerseits angemessene „Pluspunkte“ für ihr Engagement. Die Landesregierung fordert von den Lehrkräften und Schulleitungen einen enormen Einsatz, der an die Grenze der Belastbarkeit stößt und diese vielfach überschreitet. Der Anteil der außerunterrichtlichen Arbeit hat enorm zugenommen, ohne dass diese Zusatzbelastungen auf die Arbeitszeit angerechnet wurden.

Der Verband Reale Bildung fordert daher angemessene Rahmenbedingungen. Dazu gehören zusätzliche Lehrerstellen, bessere Arbeitsbedingungen und kleinere Klassen. Für alle Klassenstufen an der Realschule plus muss eine Höchstgrenze von 25 Schülerinnen und Schüler gesetzlich verankert werden. Neben der Landesregierung sieht der VRB auch die Schulträger im Zugzwang, die Attraktivität der Realschule plus durch eine zeitgemäße und moderne Ausstattung zu sichern.

Die „Woche der Realschule plus“ in Mainz bietet ein wertvolles Informationsangebot. Die vier Mainzer Schulen - die Anne-Frank Realschule plus, die Kanonikus-Kir Realschule plus mit Fachoberschule, die Realschule plus im Carl-Zuckmayer Schulzentrum sowie die Grund- und Realschule plus Lenneberg Budenheim/Mainz-Mombach – veranschaulichen in höchst beeindruckender Weise vom 23. bis 27. Januar das breitgefächerte Spektrum der Realschule plus.

Dass neben Bildungsministerin Dr. Stephanie Hubig und Staatssekretär Hans Beckmann auch die ehemalige Kultusministerin und jetzige Finanzministerin Doris Ahnen während der „Woche der Realschule plus“ an den Schulen präsent sein wird, beweist, dass die Landesregierung die Realschule plus für unverzichtbar hält und mit Blick auf die Eltern dazu auffordert, die Chancen dieser Schulart für ihre Kinder zu erkennen und zu nutzen.

Der Verband Reale Bildung fordert, dass die „Mainzer Aktion“ mit gleichem Einsatz und Aufwand auch auf den ländlichen Raum ausgeweitet wird. Schließlich gebe es auch dort einen erheblichen Nachholbedarf an sachlicher Information. 

 

Zum Hintergrund

Reale Bildung ist attraktiv, denn sie öffnet zahlreiche Wege und Alternativen. Die schulische und berufliche Laufbahn ist daher nicht einseitig festgelegt, sondern abhängig von Begabung, Interessen, Leistung und Leistungsbereitschaft der Schülerinnen und Schüler. Das Schulsystem in Rheinland-Pfalz muss diese Durchlässigkeit gewährleisten und erhöhen.
Die Erfahrungen mit der neuen Schulstruktur zeigen, dass die Reale Bildung sowohl für die Realschule plus als auch für die Integrierte Gesamtschule weiter ausgebaut werden muss. Hier setzt der VRB als Interessenverband seinen schul- und verbandspolitischen Schwerpunkt.

 

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